Allgemeines
Aisch liegt am linken Hochufer der Aisch. Um den alten Ortskern mit seinen gemütlichen und preiswerten Gasthöfen nahe der Kirche und der Sägemühle der Familie Brehm sind neue Wohnsiedlungen entstanden, so dass Aisch zur Zeit 1677 Einwohner zählt. Im Jahr 1971 gliederte es sich in die Gemeinde Adelsdorf ein.

Geschichtliches
Nachdem Aisch einen sehr günstigen Standort hat, dürfte es sehr früh schon besiedelt worden sein.
Seit 1123 ist es urkundlich sicher belegt (Gotefrid von Eische war Zeuge einer Schenkung). Von hier nahm ein bedeutendes Adelsgeschlecht seinen Ausgang: die Bamberger Hochstiftsministerialen von Aisch, die seit 1116 nachzuweisen sind. Im 13. Jahrhundert nannten sich die Ministerialen von Aisch nach ihrer Besitzung Nainsdorf (erstmals 1221 belegt). Als Truchsesse von Pommersfelden lebte dieses Geschlecht über das Mittelalter hinaus weiter. Im Spätmittelalter ist die Besitzgeschichte des Ortes unklar. Anfang des 15. Jahrhunderts finden sich die Ritter Cratz und danach die Haut, die um diese Zeit auch Adelsdorf besaßen. 1420 sind die Stiebar als Besitzer bezeugt: Elisabeth Stiebar schenkte der neuerrichteten Pfarrei in Aisch Zehntrechte. Eine Hälfte des Ortes erwarben um 1466 die Truchsesse von Pommersfelden, die damit wieder zum Ausgang ihres Geschlechts zurückkehrten. Im 17.Jahrhundert kauften die Stiebar aber diese Hälfte zurück. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Schloss zu Aisch beschädigt. Die Witwe Kunigunde Stiebar, der damals das Schloss gehörte, erhielt 478 Gulden Ersatz für die erlittenen Schäden zugesprochen.
Die Burg, deren Mauerreste noch sichtbar sind, dürfte in den Jahren 1580 bis 1585 erbaut worden sein. Damals wurden neben der alten Kemenate, die schon mit Tor und Graben geschützt war, eine neue Kemenate mit großen Hofstuben errichtet und auch die Wirtschaftsgebäude, Viehhaus, Pferdestallung, Scheunen und Kelterhaus neu erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg 1632/33 wurde es schwer beschädigt. Zu jener Zeit hatte der Bamberger Bischof als Lehensherr den Stiebar Aisch ebenso wie Adelsdorf abgesprochen und den kaiserlichen Obersten von Cronberg damit belehnt. Später aber kam der Ort wieder in die Hände der Stiebar. Im Jahre 1738 verkaufte Johann Georg Christoph Wilhelm von Stiebar Aisch für 94317 Gulden an die Schönborn . Das Schloss ließ 1753 der schönbornsche Amtmann Bögel niederreißen und davon eine Reihe von "Tropfhäusern" außerhalb des Ortes bauen, die sogenannte Klemm. Neben 41 "vogtbaren" Untertanen hatten die Grafen von Schönborn hier noch eine beträchtliche Schäferei und eine große Ziegelhütte.
Die Hochgerichtsbarkeit über den Ort nahm das Amt Zentbechhofen wahr. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft lag stets in den Händen der adeligen Besitzer. Die Lehensherrschaft hatte das Hochstift Bamberg inne; 1804 gingen sämtliche Lehensrechte an Bayern über. 1818-1848 unterstand Aisch der Ortspolizei des schönbornschen Patrimonialgerichtes Pommersfelden und wurde dann zum Landgericht Höchstadt gezogen. Im Laufe des 19.Jahrhunderts wurden die Gutsgebäude einzeln verkauft, der Landbesitz mit Ausnahme der Teiche und Forste fiel 1957 unter die Bodenreform.
Herr Alois Kotzer hat zu Aisch eine eigene Homepage verfasst, die Informationen über die neuere Geschichte und die Aischer Pfarrei gibt: http://www.aisch.de.vu/ (Wir haben die dortigen Fakten nicht überprüft, aber die Seiten gefallen uns.)









