Allgemeines
Nainsdorf ist ein kleiner Ortsteil mit 61 Einwohnern.

Geschichtliches
Weil es an einer Furt über die Aisch lag, war der Ort schon früh besiedelt. Der Ortsname geht auf den slawischen Personennamen Nevan zurück, was die im Mittelalter bezeugten Schreibweisen " Nebannsdorf , Newanstorf " nahelegen. Das slawische v wurde in Laufe der Zeit mit dem e der ersten Silbe zu einem Diphtong. Der Ortsname legt als einer der wenigen Orte des Landkreises slawische Herrschaftsbildung nahe.
Als Newanesdorf ist er erstmals 1165 urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert herrschten hier die Ministerialen von Aisch, die sich im 13. Jahrhundert "von Nainsdorf" (de Newansdorf) nennen. Der Herrschaftssitz dürfte im Anschluss an das Dorf im Südwesten gelegen sein, wo Flurstücke im Urbar von 1805 als Burggärtlein und Burgwiese bezeichnet werden. Der Ort gelangte später in den Besitz des Klosters Schlüsselau, dessen Äbtissin Margareta 1438 das aus zwei Höfen, vier "Selden" und dem Fischwasser bestehende Dorf um "900 fl. rheinisch" an Veit Truchseß zu Röttenbach verkaufte. Nach dem Aussterben dieses Zweiges gelangten ihre Besitzungen an die Pommersfeldener Linie, nach deren Enteignung 1664 an die aus der Steiermark eingewanderten Herren von Jöbstelberg und 1727 an Kurfürst Lothar Franz von Schönborn.
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