Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Dienstleistungen, die wir für Sie anbieten und deren Zuständigkeit bei der Gemeinde Adelsdorf liegt. Sollten Sie Ihr Anliegen nicht finden, haben Sie im BayernPortal die Möglichkeit, Ihr Anliegen dort zu suchen. Hier wird Ihnen die für dieses Anliegen zuständige Stelle mitgeteilt.

Bitte beachten:

Bei Kontaktaufnahme per E-Mail bitte keine personenbezogenen Infos senden.

Flurschaden (Wildschaden)

Ein Flurschaden, genauer gesagt ein ersatzfähiger Wildschaden liegt vor, wenn an einem bejagbaren Grundstück und seinen Erzeugnissen ein Schaden durch Schalenwild, Wildkaninchen oder Fasanen entstanden ist.

Der Wildschaden kann gemäß § 25 Abs. 4AVBayJG ohne Vorverfahren durch Vereinbarung geregelt werden. In der Praxis werden die allermeisten Wildschadensfälle im Wege einer gütlichen Einigung zwischen Revierinhaber und Geschädigtem geregelt. Der geringste Aufwand an Zeit und Kosten entsteht, wenn sich die Beteiligten untereinander einigen.

Ist zu befürchten, dass eine Einigung nicht zustande kommt, sollten die Wildschäden zusätzlich bei der Gemeinde angemeldet und dabei die Meldefrist unbedingt eingehalten werden. Ansonsten kann der Ersatzanspruch nicht mehr gerichtlich durchgesetzt werden, falls die beiden Parteien sich nicht einigen können.

Die Meldefrist beträgt eine Woche nachdem der Geschädigte von dem Schaden Kenntnis erlangt hat, oder bei Beachtung gehöriger Sorgfalt erhalten hätte. Die Meldung muss schriftlich oder zur Niederschrift erfolgen. Eine telefonische Meldung reicht nicht aus. Bei Wildschäden an Forstkulturen muss der Waldbesitzer die Winterschäden bis zum Stichtag 1. Mai und die Sommerschäden bis zum Stichtag 01. Oktober bei der Gemeinde gemeldet haben.

Um die Meldung zu erleichtern und alle wichtigen/nötigen Information zu erhalten wurde ein Vordruck entworfen (siehe unten) der bei der Gemeinde Adelsdorf einzureichen ist.

Die Gemeinde kann das offizielle Verfahren zurückstellen, bis klar ist, ob der Versuch der gütlichen Einigung Erfolg hat. Auf dem Vordruck ist ein entsprechender Vermerk vorgesehen, der angekreuzt werden kann.

Schaden wurde rechtzeitig gemeldet, aber keine gütliche Einigung

Das Vorverfahren beginnt zu laufen. Die Gemeinde hat unverzüglich einen Termin am Schadensort anzuberaumen, um nochmals auf eine gütliche Einigung hinzuwirken (§ 26 Abs. 1 AVBayJG). Zu diesem Termin werden der Geschädigte und der Ersatzpflichtige geladen.

Kommt eine Einigung zu Stande, wird eine Niederschrift gefertigt.

Ein Schätzer wird erst hinzugezogen, wenn ein Beteiligter dies beantragt, eine gütliche Einigung nicht zu erwarten ist oder andere Gründe es erfordern.

Jeder der Beteiligten kann verlangen, dass bei landwirtschaftlich genutzten Grundstücken der Schaden erst in einem späteren, kurz vor der Ernte abzuhaltenden Termin, festgestellt werden soll. Der Termin kurz vor der Ernte soll dazu dienen, die durch den Wildschaden verursachten Qualitäts- und Quantitätsverluste im Ertrag exakt feststellen und damit auch die Wildschadenberechnung möglichst genau vornehmen zu können.

Keine gütliche Einigung

In diesem Fall muss die Gemeinde unverzüglich einen neuen Termin ansetzen (§ 27 Abs. 1 Satz 1 AVBayJG). Spätestens jetzt muss von der Gemeinde ein Schätzer hinzugezogen werden. Dadurch entstehen höhere Kosten. Auf der Grundlage des Gutachtens erlässt die Gemeinde einen schriftlichen Vorbescheid (§ 27 Abs. 3 AVBayBG). In dem festgelegt wird, ob und in welcher Höhe Schadensersatz zusteht. Außerdem enthält der Vorbescheid eine Kostenregelung. Die Gemeinde entscheidet darüber, wer die Kosten des Schätzers zu tragen hat. Der Ersatzberechtigte ist gegebenenfalls an den Kosten zu beteiligen. Sollte eine der Parteien mit den Regelungen des Vorbescheides nicht einverstanden sein, kann sie Klage beim Amtsgericht erheben (Art. 47 a Abs. 1 Satz 5 BayJG).

Meldung des Schadens bei der Gemeinde innerhalb einer Woche nachdem der Geschädigte von dem Schaden Kenntnis erlangt hat.

Wer darf Wildschadensersatz fordern?

Der Wildschaden kann gemäß § 25 Abs. 4 AVBayJG ohne Vorverfahren durch Vereinbarung geregelt werden. In der Praxis werden die allermeisten Wildschadensfälle im Wege einer gütlichen Einigung zwischen Revierinhaber und Geschädigtem geregelt. Der geringste Aufwand an Zeit und Kosten entsteht, wenn sich die Beteiligten untereinander einigen.

Wer ersetzt den Schaden?

Grundsätzlich ist die Jagdgenossenschaft gegenüber dem geschädigten Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigten zum Wildschadensersatz verpflichtet. In aller Regel kann allerdings unter bestimmten Umständen ein Mitverschulden an der Entstehung des Schadens entgegengehalten werden, so dass er dann nicht den gesamten Schaden ersetzt bekommt. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn er Schutzmaßnahmen, die der Jagdausübungsberechtigte getroffen hat, unwirksam macht.

Welche Kosten können entstehen?

Der Ersatzberechtigte und der Ersatzpflichtige einigen sich ohne Beteiligung der Gemeinde Adelsdorf:

  • Keine kosten

Die Gemeinde Adelsdorf beraumt einen Termin am Schadensort an, um auf eine gütliche Einigung der Beteiligten hinzuwirken:

  • 35,00 € (Verwaltungsgebühren)
  • evtl. Kosten für den Wildschadensschätzer

Die Gemeinde Adelsdorf beraumt einen Termin am Schadensort an, zu dem der Ersatzberechtigte, der Ersatzpflichtige und ein Wildschadensschätzer geladen werden. Aufgrund des Protokolls des Wildschadensschätzers erlässt die Gemeinde Adelsdorf einen Vorbescheid.

  • Personalkosten (Stunden)
  • Reisekosten (Kilometer)
  • Auslagen (z.B. Portokosten)
  • Kosten für den Wildschadensschätzer

Bitte beachten Sie, dass auch der Ersatzberechtigte an den Kosten beteiligt werden kann!

Kontakt und Informationen aus Ihrer Verwaltung

Ansprechpartner

Zöbelein, Laura

09195/9432-129
09195/9432-190
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Zimmer 2, 1. OG
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