Adelsdorf – ZusammenWachsen

Die Großgemeinde Adelsdorf hat viele Gesichter, die sich bereits optisch offenbaren, je nachdem aus welcher Richtung man sich dem Ortskern nähert...

©www.poetry-of-light.de, Photodesign A. Veh

Fährt man von der Autobahn ab, wird die gute Anbindung an die Ballungsräume deutlich – ein wichtiger Faktor für die vielen großen und kleinen Firmen, die sich im Industriegebiet angesiedelt haben.

Erreicht man Adelsdorf auf einem der gut ausgebauten Radwege, fügt sich die Ortschaft wunderbar in die idyllische Landschaft des fruchtbaren Aischgrund und lädt zum Verweilen ein.

Das Aischtal bildet an dieser Stelle eine relativ flache und großzügige Senke, die von bewaldeten Hügeln umgeben ist. Die auf dem weitläufigen Gemeindeareal gelegenen neun Ortsteile Adelsdorf, Aisch, Heppstädt, Lauf, Nainsdorf, Neuhaus, Uttstadt, Weppersdorf und Wiesendorf vermitteln Geborgenheit und bieten ein komfortables und modernes Leben im Grünen.

Genuss und Geselligkeit

Obwohl die Gemeinde beständig wächst, stellen die vielen Grün- und Wasserflächen ein unmittelbares Naherholungsgebiet dar, das auch kulinarisch einiges zu bieten hat.

Die aus der Luft deutlich erkennbaren Weiherketten dienen seit fast tausend Jahren überwiegend der Zucht des typischen „Aischgründer Spiegelkarpfens“, der „blau“ oder „gebacken“ angerichtet eine hochgeschätzte Delikatesse ist. In den bewaldeten Hügeln rings um das Aischtal finden sich viele Bierkeller, in deren kühlen Sandsteinstollen früher das vollmundige Kellerbier gelagert wurde.

Bis heute hat sich die Tradition der Bierkeller gehalten – wie in ganz Bierfranken üblich geht man hier nicht in den Biergarten, sondern auf den Bierkeller. An lauen Sommerabenden treffen sich dort Freunde, Nachbarn, junge Familien und Senioren zu einer kräftigen Brotzeit, einem „Seidla“ Bier oder Radler und kommen in der entspannten Atmosphäre schnell mit Mitbürgern und Gästen ins Gespräch, während sich die Kinder in der Natur austoben können.

Geselligkeit wird auch bei den vielen Festen in den einzelnen Ortsteilen groß geschrieben, denn trotz der Eingemeindung Ende der Sechziger- und Anfang der Siebzigerjahre haben sich diese Ortschaften ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Traditionen erhalten und geben diese an jüngere Generationen weiter.

Das Leben im Aischgrund – als Familie heimisch fühlen © Gemeinde Adelsdorf

Leben in Adelsdorf

Der Aischgrund, mit seinen Wiesen, Wäldern und Weihern – auch genannt das „Land der 1.000 Weiher“ – ist umgeben von einer idyllischen Hügellandschaft, die sich bis in die bekannten Gebiete der Fränkischen Schweiz und des Steigerwalds erstreckt. Nahe gelegene, altehrwürdige Städte mit großer Geschichte, wie z. B. Bamberg und Nürnberg, runden dieses Bild ab. Daraus und aus dem reichhaltigen Veranstaltungsangebot ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten (Wandern, Radfahren, Angeln, Tennis, Reiten etc.), Erholung sowie kulturelle und kulinarische Genüsse.

Mittendrin und Miteinander

Die Gemeinde Adelsdorf ist heute verkehrstechnisch gut eingebunden in das fränkische Städtedreieck Bamberg, Nürnberg und Würzburg. Noch vor wenigen Jahrhunderten lag der Ort an einer wichtigen Handelsroute, auf der Händler ihre Waren von Fürth nach Bamberg brachten. Die Brücke zwischen Adelsdorf und Aisch war die einzige stabil gebaute Brücke in der Region, auf der große Lasten über die Aisch transportiert werden konnten. Wenn die Aisch jedoch die Talauen im Frühjahr und Herbst regelmäßig überschwemmte, blieb den Reisenden nichts anderes übrig, als es sich in Adelsdorf oder Aisch gemütlich zu machen. So entstand eine große Anzahl an Gaststätten mit individuellem Braurecht sowie viele gesellige Vereine, die bis heute das rege Vereinsleben in Adelsdorf prägen.

Geselliges Miteinander und sozialer Zusammenhalt sind nach wie vor wichtige Aspekte des Lebens in Adelsdorf. Ehrenamt wird in den Vereinen, die sich vorwiegend den Themen Sport, Musik, Jugend, Senioren, Natur, Tiere, Religion, Politik, Selbsthilfe und Kameradschaft verschrieben haben, groß geschrieben. Regelmäßig schließen sich die unterschiedlichen Gruppierungen zusammen, um das gesellschaftliche Leben durch gemeinsame Dorffeste und den alljährlichen Weihnachtsmarkt im Schloss Adelsdorf zu bereichern.

Teichlandschaft, Karpfen, Kräuter und Kren – ein harmonisches Gleichgewicht

Eine wichtige Rolle spielt bei allen Aktivitäten die natürliche Umgebung der Großgemeinde. Das Wasser bestimmt in seinen verschiedenen Formen Freizeit und Wirtschaft Adelsdorfs. Die charakteristische Weiherlandschaft ist einzigartig und bietet nicht nur eine optisch reizvolle Kulisse, sondern bereichert auch den Speiseplan in den mit „r“ endenden Monaten. Die Karpfenzucht ist hier auf den sogenannten „Aischgründer Spiegelkarpfen“ spezialisiert, dessen Name darin begründet ist, dass er bis zum Rücken keine Schuppen besitzt.

Die beeindruckende Teichlandschaft des Aischgrundes ist auch wegen ihres Brutvogel-Reichtums und als Rast- und Überwinterungsgebiet von Zugvögeln aus Gegenden mit strengen Wintern berühmt. Besonders stolz sind die Adelsdorfer auf ihr Storchenbrutpaar, das seit jeher einen Horst in der Ortsmitte besetzt hält. Der Storch, der an der Spitze der Nahrungspyramide steht, stellt einen empfindlichen Indikator für die biologische Intaktheit ausgedehnter Natur- und Kulturlandschaften dar. Umwelt- und Naturschutz werden in der Gemeinde groß geschrieben.

Die Artenvielfalt, was Kräuter- und Heilpflanzen angeht, legt Zeugnis ab von der Sorgfalt und Aufmerksamkeit, welche Adelsdorfer Bürger der Natur zuteilwerden lassen. Eine Kräuterpädagogin bietet Wildkräuter-Touren an und auf vielen Feldern der Gemeinde werden Kräuter für den industriellen Bedarf angebaut, denn gewürzt wird in Franken gerne mit Kräutern. Nicht vergessen darf man natürlich den Meerrettich – oder Kren, wie die scharfe Wurzel hier genannt wird. Der lehmige Sandboden des Aischgrunds ermöglicht den Meerrettichwurzeln ein gerades Wachstum und vereinfacht die Ernte.

Burgsandstein, Bier und Bratwürste – ein harmonisches Zusammenspiel

Besonders gerne wird Kren als Meerrettichsenf zu fränkischen Bratwürsten gegessen. Die Bratwurst direkt vom Rost und das Bier frisch vom Fass, sie sind ebenso wenig aus der Region wegzudenken wie die traditionellen Bierkeller, auf welchen man es sich zum Verzehr dieser Spezialitäten gemütlich macht. In der Gemeinde Adelsdorf gibt es eine erstaunlich große Zahl gut erhaltener Felsenkeller. Nördlich und südlich der Aisch bieten Burgsandsteintreppen durch ihre Hangneigung perfekte Bedingungen für das Hineintreiben von horizontalen Kellergängen, die seit jeher ein fester Bestandteil der jahrhundertealten Brautradition und der landwirtschaftlich geprägten Ortschaft waren. Manche der Keller sind heute noch öffentliche Schankkeller und in den Sommermonaten bevorzugte Erholungsplätze für fränkische „Bier- und Brotzeiten“ im geselligen Beisammensein. Die Keller mit Schankrecht finden sich in reizvoller Landschaft unter schattenspendenden Bäumen.

© Gemeinde Adelsdorf

Tradition und Brauchtum

In Adelsdorf werden alte Traditionen gepflegt, am Leben erhalten, aber auch durch neue Initiativen und Ideen belebt und ergänzt. Eines der wichtigsten Feste im Jahreskreis ist die jährlich begangene Kirchweih, eine Erinnerung an den Tag der Kircheneinweihung. Es ist gute Tradition, sich in lokalen Wirtshäusern zum Essen und Trinken zu treffen. Darüber hinaus stehen je nach Ort verschiedene Bräuche wie der „Kerwasbaum“ (Kirchweihbaum) im Mittelpunkt.

Die genauen Termine finden Sie im Veranstaltungskalender.

„Grüne Meile” – das etwas andere Gemeinde-Event

Am 12. Juli 2014 fand in Adelsdorf erstmals die „Grüne Meile“ statt, ein neuartiges Event, das ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet war. An diesem Tag belebten lokale Vereine und Unternehmen, aber auch Aussteller und Besucher aus dem Umland und sogar aus dem Ausland, den Ortskern von Adelsdorf. Entlang einer Strecke von 1,6 km, die sich zwischen Edeka Degen und dem Gelände der Firma Soldan durch den Ortskern schlängelte, wurden Stände aufgebaut und Aktivitäten angeboten, die den Besuchern zeigten, was Adelsdorf und das Frankenland alles zu bieten haben. Die „Grüne Meile“ war mit fast 9.000 Besuchern ein voller Erfolg und wird auch auf lange Sicht das Ortsleben prägen.